Der an der New Yorker Börse notierte US-Konzern Vail Resorts setzt nach den jüngsten Übernahmen in Andermatt und Crans Montana seine Einkaufstour im Alpenraum fort: Pierre Besson, Verantwortlicher der Magic Mountain Cooperation, vertraute der Zeitung Blick an: „Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass fünf oder sechs Skigebiete in der Schweiz und in Österreich im Visier von Vail Resorts sind.“
Aktuell plant der US-Investor im Skigeschäft eine dritte große Akquisition in der Schweiz. Ganz oben auf der Einkaufsliste steht die Weisse Arena mit den Bergbahnen Flims-Laax-Falera in Graubünden. Die beiden beteiligten Parteien, Vail und die Weisse Arena Gruppe, schweigen dazu. Dennoch scheint sich etwas zu bewegen: eine gewisse Investitionszurückhaltung, im Dezember haben fünf Mitglieder des Managements die Weisse Arena verlassen, darunter auch der Gesch.ftsführer. Seit Monaten führt Gurtner die Weisse Arena wieder, allerdings nur interimistisch. Die Tatsache, dass bislang kein Nachfolger präsentiert wurde, nährt weiter die Gerüchte um das Engagement von Vail. Das US-Unternehmen hatte die Weisse Arena bereits vor Jahren im Blick und sich damals an Gurtner gewandt, um einen Kauf zu prüfen.
Es überrascht daher nicht, dass Vail nun erneut einen Anlauf wagt. Die Arena von Laax passt wie kaum ein anderes Skigebiet zum Profil des amerikanischen Giganten, der schnell in der wohlhabenden Schweiz und in Österreich wachsen will. Neben den Bergbahnen betreiben die Amerikaner am Berg auch Skischulen, Restaurants, Hotels, weitere Unter – künfte und Sportfach geschäfte. Damit kann der Konzern seinen Gästen ein umfassendes Service paket bieten. Auch die Weisse Arena verfolgt dieses Konzept. „Wir haben das amerikanische Modell kopiert und verbessert“, so Gurtner.
Offenbar hat Vail Resorts für das Paket in Crans-Montana das 2,5- Fache des Marktwerts gezahlt, und Gurtner, als Hauptaktionär der Weisse Arena Gruppe, könnte von einem hohen Kaufpreis profitieren.

