Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde die Pendelbahn Titlis Connect termingerecht fertiggestellt. Der mechanische Bau stammt von Steurer Seilbahnen. „Mit Titlis Connect schaffen wir eine wegweisende Verbindung zwischen der Station und dem Titlis: funktional, sicher und architektonisch anspruchsvoll. Die neue Pendelbahn spielt eine Schlüsselrolle für den Erfolg unseres gesamten Projekts TITLIS“, erklärt Norbert Patt, CEO der Titlis Bergbahnen.

Die einspurige Pendelbahn verläuft parallel zur bestehenden Titlis Rotair und überwindet einen Höhen unter -schied von 564 Metern auf einer Strecke von 1.396 Metern, von der Talstation auf 2.428 m bis zur Bergstation auf 2.992 m. Mit einer maximalen Steigung von 76% und unter schwierigen Gelände be – dingungen wurde sie vor allem für den Materialtransport im Rahmen des Gesamtprojekts TITLIS konzipiert. Die Bergstation von Titlis Connect liegt rund 70 Meter (21 m Höhenunterschied) unterhalb der Rotair-Bergstation. Beide Gebäude werden unterirdisch durch einen Tunnel verbunden und erhalten dieselbe architektonische Gestaltung.

In der ersten Betriebsphase, die derzeit anläuft, dient sie dem sicheren und effizienten Transport von Bauund Abbruchmaterial sowie von Bauund Betriebspersonal. Ab Sommer 2026 wird die Pendelbahn für Gäste des Titlis eingesetzt, während der Rückbau der aktuellen Bergstation des Titlis sowie die vorübergehende Stilllegung der Titlis Rotair erfolgt. Titlis Connect wird auch in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen: Sie gewährleistet die ganzjährige Erreichbarkeit des Titlis, insbesondere während der jährlichen Wartungsarbeiten an der Rotair, wenn diese außer Betrieb ist, oder wenn sich an der Rotair überlange Warteschlangen bilden.

Titlis Connect ist mit modernster
Technik ausgestattet und garantiert höchste Sicherheit. Das Steuerungs – system der Bahn stammt von Frey Stans. Die Kabine für 80 Personen (oder 6.480 kg) wurde von Calag Carros – serie Langenthal AG gefertigt und entspricht in der Größe der Rotair- Kabine, jedoch mit einem anderen Profil: Sie ist rechteckig, 3,6 Meter lang und fünf Meter breit (breiter als lang), mit Spiegelflächen und einem Schweizer Kreuz an der Unterseite. Diese spezielle Form ist durch technische Faktoren bedingt: Sie berücksichtigt die Stationsarchitektur und soll auch die Anhaftungsfläche für Schnee im Föhnwind reduzieren. Die Kabine ist speziell für starke Winde vorbereitet, mit teils offenen Tal- und Bergstationen; die Verstärkungen in der Struktur ermöglichen Widerstand bis zu Windgeschwindigkeiten von maximal 230 km/h.

Doppelte Tragseile, keine Bremsen an den Tragseilen, Förderleistung von 500 P/h, bei einer maximalen Geschwindigkeit von 10,0 m/s (7,0 m/s auf dem Stützenbereich). Eine rutschfeste Abdeckung auf dem Dach sorgt dafür, dass das Personal Schnee sicher von der Kabine räumen kann. Der Materialtransport im Inneren ermöglicht eine Kapazität von sechs Paletten (7.180 Kilogramm). Die untere Beladung sieht ebenfalls eine Traglast von 7.000 kg vor. Öffnungen im Kabinenboden erleichtern den Zugang zu den Antriebsmotoren der Hubketten von innen, sodass an der Talstation keine Hebebühne erforderlich ist. Für die Materialbewegung gibt es eine mobile Steuerung für Kettenmotoren, die beim Personen – transport entfernt wird.